Honorar und Kosten

Die Honorarabrechnung erfolgt nach der Honorar-Richtlinie des Landesverbands Bayern der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen zur Immobilienbewertung, die Sie untenstehend finden oder direkt beim LVS-Bayern herunterladen können:

Honorar-Richtlinie des LVS-Bayern zur Immobilienbewertung

Honorar-Richtlinie des LVS-Bayern zur Immobilienbewertung - Anlagen

Der Büro-Stundensatz des Sachverständigenbüros Herbert Schlatt beträgt gem. I.2 der Honorar-Richtlinie 160,- € ( Basis-Stundensatz gem. Richtlinie: 133,- € mal Regionalfaktor für München: 1,2)

Honorar-Richtlinie
des LVS-Bayern
zur Immobilienbewertung
in der Fassung vom 18.11.2016

Vorbemerkung:
Diese Honorar-Richtlinie bezieht sich auf die Erstellung von Gutachten zum Verkehrswert (gem. § 194 BauGB) von Immobilien durch öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige.

I. Bestandteile des Honorars

Das Honorar für ein Verkehrswertgutachten setzt sich zusammen aus:

  1. dem Tabellenhonorar
    Die Ausarbeitung, Erstellung und erste Fertigung des Gutachtens wird abgerechnet über das
    Basishonorar, bestehend aus
    a) dem objektunabhängigen Sockelbetrag
    plus
    b) dem aus dem Objektwert abgeleiteten Wertanteil
    multipliziert mit dem
    c) Objektfaktor (nach Schwierigkeit und Aufwand) zur Berücksichtigung der Objekt- bzw. Auftragsmerkmale
  2. dem Zeithonorar
    Die Ortsbesichtigung (einschl. An- und Abfahrt), die Beschaffung der für die Gutachtenerstellung erforderlichen Objektunterlagen, die Bewertung von Rechten, Lasten und Beschränkungen sowie von besonderen objektspezifischen Merkmalen wird abgerechnet als
    a) Zeithonorar (nach Stundensatz) oder
    b) Aufwandspauschale
  3. den Nebenkosten
    Zu den Beträgen aus 1.) bis 2.) kommt jeweils hinzu:
    a) Die entsprechenden Nebenkosten, Auslagen und Aufwendungen (Auslagenersatz)
    b) Die jeweils geltende Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer)

II. Berechnung der Honorars

zu I. 1 Das Basishonorar für die Ausarbeitung, die Erstellung und die Fertigung des Gutachtens beträgt

bei einem Objektwert bis 1 Mio. €:
1 a) Sockelbetrag 1.500,- €
1 b) plus 0,2 % des Objektwerts,

bei einem Objektwert über 1 Mio. €:
1 a) Sockelbetrag 2.500,- €
1 b) plus 0,1 % des Objektwerts.

Dieses Basishonorar wird mit dem Objektfaktor multipliziert,der sich aus der Art des Objekts und des Auftrags ergibt:

1 c) Objektfaktoren
(Einzelfaktoren, Aufzählung nicht abschließend, z.B.):

  • keine Besonderheiten = 1,0
  • gemischte Nutzungen im Obj. ≥ 1,1
  • Wohnungs-/Teileigentum ≥ 1,2
  • Sonderimmobilien ≥ 1,4
  • Erbbaurechte ≥ 1,5
  • besondere Eilbedürftigkeit ≥ 1,2

Der Gesamtfaktor ergibt sich durch Multiplikation der Einzelfaktoren.

zu I. 2 Das Zeithonorar wird berechnet:

Vereinbarter Stundensatz (Basis- oder Büro-Stundensatz) multipliziert mit dem Zeitaufwand in Stunden.

zu I.3 Nebenkosten und Umsatzsteuer

Zusätzlich zu den oben genannten Honoraren werden berechnet:

a) Der Auslagenersatz (Nebenkosten, Auslagen u. Aufwendungen), z.B.(Aufzählung nicht abschließend):

  • Reisekostenersatz
  • Fahrtkosten PKW  0,70 €/km
  • sonstige Reisekosten auf Nachweis
  • Kopierkosten, Mehrfertigungen
  • schwarz/weiß 0,15 €/Seite
  • farbig 1,00 €/Seite
  • Fotografien 2,00 €/Stück
  • Portokosten auf Nachweis
  • Kosten, Auslagen, Auskünfte von Ämtern o. Dritten auf Nachweis
b) Die gesetzliche Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) in Höhe des bei Rechnungsstellung gültigen Satzes (derzeit 19 %).

III. Honorar für andere Leistungen

Das Honorar für Leistungen, die nicht in direktem Zusammenhang mit einem Verkehrswertgutachten stehen, wie z.B.

  • Beratungen
  • Teilnahme an Abnahmen
  • fachliche Stellungnahmen
  • Vorabprüfungen (z.B. steuerliche Zwecke)
  • Schiedsgutachten

bemisst sich in der Regel als Zeithonorar auf der Basis des Büro-Stundensatzes multipliziert mit einem Faktor, der abhängig ist von der Art und der Besonderheit des Auftrags (Schwierigkeit, erforderliche besondere Kenntnisse o. Qualifikationen, usw.).

Dieser Faktor liegt in der Regel zwischen 1,3 und 3,0 und ist vor Auftragserteilung zu vereinbaren.

 

IV. Honorartabelle

Basishonorar nach Ziff. I.1

Berechnung Basishonorar

© Landesverband Bayern öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e.V. (LVS-Bayern), Arcostr. 5, 80333 München
Stand: 18.11.2016 HS.

 

Anlage 1
zu Honorar-Richtlinie des LVS-Bayern zur Immobilienbewertung

Begriffe

  1. Objektwert
    Der für die Honorarberechnung anzusetzende Objektwert ist
    - der ermittelte Verkehrswert
    - im lastenfreien Zustand (d.h. ohne wertmindernde Rechte und Lasten)
    - und ohne Minderungen aufgrund von besonderen objektspezifischen
    Merkmalen (z.B. Instandhaltungsrückstand, temporärer Minderertrag, ...)
  2. Basishonorar
    Das Basishonorar ist die Summe aus dem Sockelbetrag plus dem Wertanteil (wertabhängiger Zusatzbetrag).
  3. Objektfaktor
    Der Objektfaktor berücksichtigt die Art des Objekts und des Auftrags und ist der Multiplikationsfaktor für das Basishonorar.
    Der Objektfaktor soll bei Auftragserteilung bzw. im Sachverständigenvertrag vereinbart werden, ohne Vereinbarung gelten bei den Objektfaktoren die zu I.1 angegebenen Mindestsätze.
  4. Tabellenhonorar
    Das Tabellenhonorar ergibt sich aus dem Basishonorar multipliziert mit dem Objektfaktor.
  5. Zeithonorar
    Der für die Berechnung des Zeithonorars anzusetzende Stundensatz ist abgeleitet aus dem Stundensatz, den das Bayerische Staatsministerium des Inneren nach der Zuständigkeitsverordnung im Bauwesen (ZustVBau) für Amtshandlungen im Vollzug der Bayerischen Bauordnung (BayBO) bekannt gibt. (Bekanntmachung und Ableitung siehe nächste Seite)

    Der Basis-Stundensatz ist durch einen Faktor an die jeweilige regionale Gemeinkostenstruktur anzupassen bzw. an die Personal- und Kostenstruktur des Büros. Dieser Regionalfaktor ist der Mulitplikationsfaktor für den landesweiten Basis-Stundensatz, er beträgt insbesondere in Ballungsgebieten regelmäßig ≥ 1,2.
    Der Büro-Stundensatz ergibt sich aus:
    Basis-Stundensatz multipliziert mit dem Regionalfaktor

    Der jeweilige Büro-Stundensatz ist bei Auftragserteilung bzw. im Sachverständigenvertrag zu vereinbaren, ohne Vereinbarung gilt der Faktor 1,0 als vereinbart.

 

4. Basis-Stundensatz

a) Ausgangsbasis:
(Quelle: Zuständigkeitsverordnung im Bauwesen (ZustVBau) vom 5. Juli 1994 (GVBl. S. 573) BayRS 21303I
Zuletzt geä. d. § 1 V zur änderung der Zuständigkeitsverordnung im Bauwesen vom 12. 7. 2016 (GVBl. S. 191)

Verguetung

b) Ableitung:

Basis Stundensatz

c) Anpassung:

Der Basis-Stundensatz ist durch einen Faktor an die jeweilige regionale Gemeinkostenstruktur anzupassen bzw. an die Personal- und Kostenstruktur des Büros. Dieser Regionalfaktor ist der Mulitplikationsfaktor für den landesweiten Basis-Stundensatz, er beträgt insbesondere in Ballungsgebieten regelmäßig ≥ 1,2.
Der Büro- Stundensatz ergibt sich aus:
Basis-Stundensatz multipliziert mit dem Regionalfaktor

© Landesverband Bayern öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger e.V. (LVS-Bayern), Arcostr. 5, 80333 München
Stand: 18.11.2016 HS.

Anlage 2
Honorar-Richtlinie des LVS-Bayern zur Immobilienbewertung

1. Beispiel: Berechnung des Gesamthonorars
hier: Verkehrswertgutachten für Eigentumswohnung (aktueller Stichtag)
Verkehrswert (Objektwert): 250.000,- €

Honorarabrechnung

2. Übersicht:
Bestandteile und Berechnung des Honorars

Zusammenstellung
 
 
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